Samstag, 22. Mai 2004
Frühling
Die Knospen knospen und sind schon wach,
die Keime keimen noch schüchtern und schwach,
die Weiden weiden das Gras ab am Bach.

Die Bäume baumeln (das ist ihre Pflicht),
die Sträucher straucheln im Dämmerlicht,
die Stämme stammeln ein Frühlingsgedicht.

Die Hecke heckt neue Streiche aus,
der Rasen rast wie rasend ums Haus,
Der Krokus kroküsst die Haselmaus.

Die Drossel erdrosselt den Regenwurm,
das Rebschoss erschoss nachts die Reblaus im Turm,
drum erlaubt sich das Laub noch ein Tänzchen im Sturm.

Es himmelt der Himmel ein Wölkchen an,
es windet der Wind sich durch Löwenzahn,
und bereits blättern Blätter im Sommerfahrplan.

Hans Manz

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Was für ein wundervoller Frühling
vielen Dank für das bezubernde Gedicht!

LG, Sabine

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Danke
Auch wer um die ganze Welt reist,
um das Schöne zu suchen,
findet es nur,
wenn er es in sich trägt.

(Ralph Waldo Emerson)



Liebe Sabine, danke für Deinen Besuch!
Laura

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